
Als Kakua – einer der frühen Weisen
im Japan des 9. Jahrhunderts –
von einer Reise
durch ferne Länder zurückkehrte,
bat ihn der Kaiser zu sich
und trug ihm auf,
alles zu berichten,
was er erlebt hatte.
Kakua verneigte sich tief.
Schwieg lange.
Nahm schließlich
seine kleine Bambusflöte
aus der Tasche
und spielte
einen einzigen Ton.
Als dieser verklungen war,
verneigte er sich erneut
und ging.
–
Nicht jede Begegnung braucht Worte.
Manchmal ist wortlos alles gesagt.

